Andacht zu Johannes 3,17-21
Die große Abrechnung (Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr), Tag 7


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Lesung:

Johannes 3,17-21

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

 

Thema:

Jesus, das Licht der Welt, macht das Dunkle in uns sichtbar, um uns zu helfen.

 

Auslegung:

„Im Dunkeln ist gut Munkeln.“ Einbrecher suchen den Schutz der Finsternis, um ungesehen ans Werk gehen zu können. Und wer etwas zu verbergen hat, der möchte nicht, dass es „ans Licht kommt“.

Viele Menschen gehen Jesus aus dem Weg. Haben sie Angst, dass etwas ans Licht kommt – irgendeine dunkle Ecke in ihrem Leben? – irgendeine Bosheit oder Sünde, die sie mit sich herumschleppen? Immerhin ist Jesus das Licht der Welt.

Da kennen sie Jesus schlecht! Zwar stellt Jesus unser Leben ins Licht Gottes, das stimmt. Aber er tut es nicht in der Absicht, uns bloßzustellen (zu richten), sondern in der Absicht, uns zu helfen (zu retten).

Vergleichen wir unser Leben mit einem schwer beschädigten Auto, das wir in die Werkstatt bringen. Der KFZ-Meister stellt den Schaden fest. Aber er lässt uns damit nicht allein. Er sagt nicht einfach: „Tut mir leid, ihr Auto ist ziemlich kaputt. Auf Wiedersehen!“, sondern er bietet uns an, das Fahrzeug wieder herzurichten.

So ist es auch mit Jesus: Er bringt Licht in unser Leben, weil er uns wieder in Ordnung bringen will. Er bietet uns seinen göttlichen Kundendienst an. Es kostet nichts, außer dass wir unser Leben in seine Werkstatt bringen und ihm vertrauen (glauben).

Wer seine „Schrottmühle“ auf eigene Faust hat reparieren wollen und nicht zu Jesus gekommen ist, wird beim großen Lebens-TÜV am Ende der Zeit (Jüngstes Gericht) ernsthafte Probleme bekommen. Wer hingegen sein Leben Jesus anvertraut hat, wird nichts zu befürchten haben. Denn Jesus hat alles repariert.

 

Gebet:

Herr Jesus, leuchte du in mein Leben hinein. Nimm mir die Angst vor dem, was dann sichtbar wird. Lass mich dir und deiner Hilfe vertrauen.

 

Impuls:

Wenn ein Alkoholiker seine Krankheit noch nicht zugeben will, wird er u.a. folgende Verhaltensweisen an den Tag legen:

·       Er wird verharmlosen. „Ich trinke höchstens 2 Bier“ (wirklich sind es täglich 8)

·       Er wird über allgemeine Themen diskutieren, nur nicht über sich und sein Problem („Bier ist gesund“, „Andere trinken auch und sind kerngesund usw.)

·       Er wird den Arzt angreifen, für inkompetent erklären, die Medizin überhaupt in Frage stellen.

Wenn ein Sünder seine Verlorenheit noch nicht zugeben will, verhält er sich ähnlich, sobald man ihn auf seine Sündhaftigkeit und seine Angewiesenheit auf Gottes Gnade anspricht. Er möchte nicht, dass das Licht Jesu in sein Leben hineinscheint. Das ist verständlich. Man kann es aber durchschauen.

 

Hintergrundinformationen:

v     Der Gegensatz zwischen Licht und Finsternis (Gott und Gottesferne) durchzieht das Johannes-evangelium wie ein roter Faden, vgl. z.B. auch Johannes 8,12-20.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin