Andacht zu Amos 5,21-24

Womit die Kirche steht und fällt (Reformationsgedenken), Tag 7


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Lesung:

Amos 5,21-24

Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören! Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

 

Thema:

Die Kirche bedarf ständiger Erneuerung

 

Auslegung:

Das ist hart und vernichtend: Gott hat genug von den Versammlungen seiner Gläubigen. Er findet ihre frommen Festivitäten zum Erbrechen. Die Menschen feiern Gottesdienste mit Gesang und Harfenspiel. So gräßlich singen sie eigentlich gar nicht. Sie geben sich alle Mühe und musikalisch hat ihr Gesang Qualität. Trotzdem kommt in Gottes Ohren nur Geplärr an. Auch beträchtliche Dankopfer bringen sie. Aber Gott lehnt dankend ab. Weshalb? Diese gottesdienstlichen Elemente sind zur bloßen Formalität verkommen. Es geht nicht mehr um die Lebensbeziehung zu Gott. Es geht um Vollzug von Ritualen. Formal stimmt alles, aber es kommt nicht mehr zur Begegnung mit Gott. Der Mund singt aber das Herz schweigt Gott gegenüber. Der Mensch lässt sich nicht von Gott in sein Leben hineinreden. In den Versammlungen wird fröhlich “Halleluja” gesungen und im täglichen Leben wird selbstverständlich weiter gesündigt. Da kann Gott nicht einfach zusehen. Er will mit seinem Recht auch in unserem Leben zum Zuge kommen (V.24). Die Versammlungen seiner Kirche sollen dazu beitragen, dass Menschen im Lichte Gottes stehen. Alle Gottesdienste können zu starren Formen werden. Die Kirche muss wach bleiben. Das kann sie nur, wenn ihre einzelnen Glieder lebendig und munter bleiben.

 

Gebet:

Herr, mein Gott, du möchtest die Verbindung zu mir frisch halten. Lass mich rechtzeitig bemerken, wenn sich Erstarrungserscheinungen bei mir einstellen. Lass meinen Umgang mit dir nicht zur bloßen Formsache werden. Lass mich erkennen, wo ich in den Gottesdiensten, zu denen ich gehöre, etwas ändern muss. Hilf mir, das dann auch zu tun. “Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum und lass mich Wurzel treiben. Verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben.” (Paul Gerhardt)

 

Impuls:

Absolvieren Sie bloß christliche Versammlungen oder sind sie für Sie Begegnungen mit dem lebendigen Gott? Lassen Sie zu, dass Gott Sie gestaltet und verändert?

 

Hintergrundinformationen:

v     Eine ähnlich Thematik haben die Andachten „Jeder kann helfen“, Tag 4 (zu Amos 5,10-15) und „Die große Abrechnung“, Tag 6 (zu Jesaja 1,10-17).

 

Autor dieser Andacht: Eberhard Trosse