Andacht zu Matthäus 27,57-66
Liebe bis zum Tod (Palmsonntag), Tag 7


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Lesung:

Matthäus 27,57-66

Am Abend aber kam ein reicher Mann aus Arimathäa, der hieß Josef und war auch ein Jünger Jesu. Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben. Und Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Es waren aber dort Maria von Magdala und die andere Maria; die saßen dem Grab gegenüber. Am nächsten Tag, der auf den Rüsttag folgt, kamen die Hohenpriester mit den Pharisäern zu Pilatus und sprachen: Herr, wir haben daran gedacht, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen. Darum befiehl, dass man das Grab bewache bis zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist auferstanden von den Toten, und der letzte Betrug ärger wird als der erste. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt. Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein.

 

Thema:

Die Gegner können den Tod Jesu nicht genießen. Sie bleiben unruhig und ängstlich.

 

Auslegung:

„Gott ist tot!“ – so behaupten heute manche Zeitgenossen. „Wir haben ihn los! Kein göttlicher Richter wird uns je zur Verantwortung ziehen!“ Was für ein Befreiungsschlag! Glaube sei nichts als Volksverdummung, sagt zum Beispiel Karl Marx, der Vater des Kommunismus.

„Jesus ist tot!“ – so mögen auch die Gegner Jesu am Karsamstag triumphiert haben. Sie hatten ihr Ziel erreicht. Jesus war aus der Welt geschafft. Das war ein großer Erfolg. Doch es wollte bei ihnen keine rechte Festtagsstimmung aufkommen. Stattdessen packte sie die Angst. Innere Unruhe trieb sie um. Offensichtlich hatten sie gute Spione besessen, die ihnen zu Ohren getragen hatten, was Jesus immer wieder angekündigt hatte: nämlich dass er von den Toten auferstehen werde. Vorsichtshalber erwirkten sie professionellen polizeilichen Objektschutz für das Grab Jesu, um einen Betrug auszuschließen. Doch konnten sie damit die Auferstehung Jesu nicht verhindern.

In Regimes, die die Gott-ist-tot-Ideologie vertreten, herrscht dieselbe Nervosität. Denken wir an die DDR. Anstatt den bekennenden Christen gelassen zu sagen: „Ihr seid von gestern“, fühlten sich die Politbosse durch Glaubenszeugnisse aufgestört. Durch massive Benachteiligung der Christen versuchten sie das endgültige Aussterben der Gottgläubigkeit zu erzwingen. Wahrscheinlich fühlten sie dasselbe wie die Gegner zur Zeit Jesu: Jesus ist nicht einfach aus der Welt zu schaffen.

Grund zu wirklicher Gelassenheit haben allein die Christen. Denn Gott ist nicht tot! Jesus lebt!

 

Gebet:

Herr Jesus Christus, wir bitten dich für alle, die sich zu dir bekennen, obwohl der Glaube in ihrem Land unterdrückt wird. Führe dein Evangelium trotz allen Widerstandes zum Sieg. Besonders bitten wir dich für die Gebiete, in denen der Islam vorherrscht.

 

Impuls:

Man kann Jesus auf zweierlei Weise verehren:

1. Als großen Menschen, der viel geleistet hat, jetzt aber tot ist. Man betreibt dann sozusagen Grabpflege und bewahrt Erinnerungen.

2. Als auferstandenen Herrn, der jetzt bei Gott ist, aber auch unter uns. Das ist der Weg des Glaubens.

 

Hintergrundinformationen:

v     Reiche Bürger wurden zur Zeit Jesu in teuren Grabhöhlen beigesetzt. Die Leiche wurde mit duftenden, konservierenden Materialien einbalsamiert und in Leintücher gewickelt. Nach der Bestattung wurde der Eingang des Grabes durch einen scheibenförmigen, sehr großen Stein verschlossen.

v      Der Rüsttag ist der Tag (immer Freitag) vor dem Passahfest.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin