Andacht zu Offenbarung 22,1-5
Gottes wunderbare Welt (Jubilate), Tag 7

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Lesung:

Offenbarung 22,1-5

Und er zeigte mir einen Strom lebendigen Wassers, klar wie Kristall, der ausgeht von dem Thron Gottes und des Lammes; mitten auf dem Platz und auf beiden Seiten des Stromes Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat bringen sie ihre Frucht, und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen und sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

Thema:

Ziel und Vollendung der Schöpfung

 

Auslegung:

Wie sieht es eigentlich im Himmel aus? Hier reißt die Offenbarung den Horizont auf für das „letzte“ Ziel Gottes mit seiner Schöpfung.

Nicht einfach zurück zur Natur, zurück ins Paradies, heißt dieses Ziel, sondern es ist eine Stadt, das himmlische Jerusalem. Dort befindet sich der Thron Gottes und des Lammes, die Gegenwart des dreieinigen Gottes: Schöpfer, Erlöser, Heiligender. Der Gegensatz von Natur und Kultur ist aufgehoben im unmittelbaren Beieinander Gottes und seiner neuen Schöpfung. Ein ganz deutliches Zeichen dafür: Sonne und Mond braucht es nicht mehr, Gott selbst ist das Licht. Er ist es, der alles erleuchtet. Der Bezug zu Jesu Wort „Ich bin das Licht der Welt“ drängt sich auf; genauso wie der Strom lebendigen Wassers, der von denen ausgeht, die an Jesus glauben (Johannes 7,38). Um den Thron Gottes bei den Menschen breitet sich erlöste paradiesische Natur: der Paradiesesstrom, kristallklares, Leben spendendes Wasser, Bäume des Lebens, Heilung für alle.

Vieles, was in unserer jetzigen Welt nicht möglich ist, kennzeichnet dann das Leben: Wir werden das Angesicht Gottes sehen, der Gottesdienst ist dann vollkommen, Gottes Name wird an den Stirnen der Erlösten sein, das Zeichen des Antichrist gibt es nicht mehr. Gott wird das Licht seiner Diener sein. Er wird seine Knechte erleuchten auch in dem Sinn, dass sie Weisheit haben, mit Gott zu regieren und es gut zu machen.

Einmal wird alles gut sein, nicht durch unsere Anstrengung, sondern durch Gottes Tun.

 

Gebet:

Ewiger Herr und Gott, danke, dass du mir eine so konkrete Hoffnung gibst, Bilder, die meiner Seele deine Herrlichkeit so nah bringen. Ich freue mich, dann ganz bei dir zu sein.

 

Impuls:

Denken sie bei ihrem nächsten Gottesdienstbesuch an diesen vollkommenen Gottesdienst, der einmal die ganze neue Welt durchziehen wird.

 

Ergebnis:

Auch wenn es jetzt in dieser Welt gar nicht danach aussieht: Einmal wird alles gut sein!

 

Hintergrundinformationen:

v     Das Lamm steht für Christus, der wie ein Opferlamm für uns gestorben ist. Es ist zugleich Symbol des Leidens und des Sieges.

 

Autorin dieser Andacht: Adelheid Augustin