Andacht zu Offenbarung 19,4-9
Satt geworden (7.Sonntag nach Trinitatis), Tag 7

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Lesung:

Offenbarung 19,4-9

Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Gestalten fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß, und sprachen: Amen, Halleluja! Und eine Stimme ging aus von dem Thron: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, klein und groß! Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat das Reich eingenommen! Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben, sich anzutun mit schönem reinem Leinen. Das Leinen aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen. Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes.

 

Thema:

Einmal werden wir Jesus sehen

 

Auslegung:

Hier ist von einer besonderen Hochzeit die Rede. Dieses Bild verkörpert die volle und endgültige Einheit, die zwischen Christus und seinen Nachfolgern einmal sein wird. Das wird ein riesiges Fest geben. Kaum ein anderes Bild drückt die Hoffnung konkreter aus, als an dieser Stelle. Einmal werden wir Jesus sehen und Gemeinschaft mit ihm haben. Dieser Ausblick hilft, im Alltag den Kopf „über Wasser halten zu können”. Wir werden wieder an das erinnert, was im Leben wirklich zählt - nämlich genau das, was im Bibeltext beschrieben ist. Andere Dinge, die uns jetzt schier erdrücken wollen, rücken dadurch in den Hintergrund. Sie werden zu Kleinigkeiten, die an Schärfe verlieren. Wir sehen wieder neu, dass es größeres und herrlicheres gibt als das, was uns im Moment beschäftigt.

Das Bild der Hochzeit hat noch eine andere Dimension. Es geht um eine Beziehung und ihre Qualität. Zu einer Ehe gehören: Liebe, Treue, Freude. Diese Stichworte sind Kennzeichen einer Beziehung mit Jesus!

 

Gebet:

Danke Herr Jesus, dass wir als Christen Hoffnung haben. Danke, dass wir dich sehen werden und mit dir zusammen am Tisch sitzen werden. Hilf mir, dieses große Ziel nie aus den Augen zu verlieren.

 

Impuls:

Welche Dinge wachsen Ihnen zurzeit über den Kopf? Was ist gedanklich größer geworden als die Freude, einmal bei Jesus zu sein? Loben Sie Gott - besonders in Ihrer Situation.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Schon bei früheren Textstellen spielen die 24 Ältesten eine wichtige Rolle (Offenbarung 4,4.10; 5,6.11.14; 7,11;11,16;14,13). Sie verkörpern zusammen mit den zwölf Patriarchen und den zwölf Aposteln die Gesamtheit aller Christen.

 

Autor dieser Andacht: Jörg Seitz