Andacht zu 2.Korinther 1,18-22
Eine einzigartige Frau (4.Advent), Tag 7


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Lesung:

2.Korinther 1,18-22

Gott ist mein Zeuge, dass unser Wort an euch nicht Ja und Nein zugleich ist. Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm. Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe. Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.

 

Thema:

Gottes umwerfendes, überwältigendes Ja zu den Menschen

 

Auslegung:

Paulus begeht hier, schriftstellerisch gesehen, Themaverfehlung. Eigentlich will er sich verteidigen gegen Vorwürfe der Gemeinde, er sei unzuverlässig. Aber er ist so erfüllt von seinem Thema „Jesus“, dass ihm sozusagen die Feder durchgeht. Und wovon spricht er? Von Gott und seiner Treue. Von Jesus als dem Fleisch und Blut gewordenen „Ja“ Gottes zu den Menschen und zu dieser Welt. Das hatte ihn als leidenschaftlich gläubigen Pharisäer umgehauen.

Die Frömmigkeit der Pharisäer bestand in weiten Teilen darin, sich von allem fern zu halten, was sie unrein machen könnte. Und so bestand ihr ganzer Alltag aus unendlich vielen „Nein“. Du sollt jenes nicht anfassen und dieses nicht kosten; Frauen nicht ansehen (Versuchung zur Sünde!), mit Ungläubigen nicht sprechen (ein Speicheltröpfchen könnte dich verunreinigen). Die Welt als ein Feld voller geistlicher Fettnäpfchen.

Und dahinein kommt Gott selbst, geboren von einer Frau (die Geburt machte eine Frau 30 Tage unrein), aufgewachsen im „Galiläa der Heiden“ (wegen des hohen Ausländeranteils so genannt). Berühmt wird Jesus auch durch seine Wanderungen durch das geschmähte Samarien, durch die Berufung eines Zöllners in seinen engsten Freundeskreis, durch Heilung von Aussätzigen durch Berührung ... Wo im Herzen des bemühten Pharisäers Paulus alles eng und streng war, ist bei Jesus Weite und Liebe und Souveränität. Da war sogar Platz für ihn, Paulus. Kein Wunder, dass sein Herz so voll ist, dass es überläuft!

 

Gebet:

Lieber Vater,

du sagst ja. Aus Liebe sagst du vorbehaltlos ja.

Sagst ja zu mir. Du kennst mich, dennoch sagst du ja.

Sagst ja – und weißt doch von meinen Schwächen,

ja, trotz allem gilt dein Versprechen,

dein Ja steht felsenfest an jedem Tag.

Ich lebe von dem Ja, das nicht an Leistung denkt,

vom Ja, das mir Vertrauen schenkt.

Ich staune: Ich hab es nicht verdient, dein Ja.

Amen.

 

Impuls:

Schauen Sie sich bitte im Spiegel an, sorgfältig. Mit allen Fältchen, mit den zu vielen oder zu wenigen Pfunden. Und sprechen Sie es Ihrem Spiegelbild zu: „Gott sagt Ja zu dir!“

Werfen Sie abends auf Ihre (schlafenden) Kinder einen Blick und segnen Sie sie: „Gott sagt Ja zu dir“.

Und wie steht’s mit Ihrer Nachbarschaft, den Bewohnern in Ihrer Stadt/Ihrem Dorf?

 

Ergebnis:

Dass Gott selbst in Jesus in diese Welt gekommen ist, zeigt seine vorbehaltlose Liebe. Darin ist Platz für Paulus – und für mich.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja – Jesus ist das Ziel des Heilsweges, er ist die Vollendung von allem, was Gott seinem Volk angeboten hat: Den Bund mit sich; den „Schalom“, also den Gottesfrieden; eine ewige Heimat; Sündenvergebung und ein neues Herz ....

 

Autor dieser Andacht: Elisabeth Küfeldt