Andacht zu Hesekiel 37,24-28
Jesus an’s Herz drücken (1. Sonntag nach dem Christfest), Tag 6


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Lesung:

Hesekiel 37,24-28

Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun. Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein Knecht David soll für immer ihr Fürst sein. Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter ihnen sein für immer. Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein, damit auch die Heiden erfahren, dass ich der HERR bin, der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer unter ihnen sein wird.

 

Thema:

Gott malt seinem Volk eine wunderschöne Zukunft aus. Er liebt sein Israel.

 

Auslegung:

Das sind Visionen eines Liebenden. Gott versetzt sich gedanklich in sein geliebtes Volk Israel hinein. Er malt sich aus, wie schön doch alles werden könnte: Israel wohnt wieder in seinem Land. Gott schenkt dem Volk einen vorbildlichen Hirten und Fürsten. Alle im Volk halten Gottes Gebote. Gott wird für immer unter ihnen wohnen und selbst ihr Heiligtum sein. Wie lieb Gott sein Israel doch hat! Der Text gipfelt in einem Satz, der mir wie eine herzliche Umarmung vorkommt: Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein!

Genau genommen hat Gott schon sehr viel getan, um seinem lieben Israel diesen Zustand zu ermöglichen. Ich meine damit nicht in erster Linie die Gründung des Staates Israel im Jahre 1948, die ja durchaus auch ihre problematischen Seiten hat. Sondern ich meine das Erscheinen Jesu Christi in unserer Welt.

Er selbst hat sich guter Hirte genannt, weil er alle, die zu Gott gehören ruft und führt. Er sagt, eines Tages werden sie ihm folgen wie eine Herde ihrem einen Hirten. Davon ist das heutige Israel leider noch weit entfernt.

Jesus hat auch gesagt, dass er der König der Wahrheit und des Friedens ist. Leider von Israel bis heute noch nicht akzeptiert.

Auch hat Jesus sich selbst als Tempel Gottes bezeichnet. Daher ist es wenig hinderlich, dass der Tempel in Jerusalem seit nunmehr 1925 Jahren zerstört ist und an seiner Stelle heute ein moslemisches Heiligtum steht. Denn Jesus Christus ist das neue Heiligtum. Leider als solches von Israel bis heute noch nicht akzeptiert.

Das Beeindruckende: Gott nimmt seine Liebesworte, jene uralten Visionen nicht einfach zurück. Trotz der Untreue und Widerspenstigkeit Israels bleibt Gott treu. Ich gehe davon aus, dass Gottes Visionen eines Tages wahr werden.

Was heißt das für uns Nichtjuden? - Auch uns lässt Gott, wenn wir auf seinen Namen getauft sind und zu seiner Gemeinde gehören, nicht so schnell fallen. Er möchte, dass sich auch bei uns die Verheißung Hesekiels bewahrheitet. Wie treu Gott doch ist!

 

Gebet:

Vater im Himmel, danke dass du so treu bist. Bitte, lass Israel deinen Friedensfürsten Jesus Christus erkennen! Gib auch uns Anteil an der Zukunft, die du für dein Volk geplant hast. Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.

 

Impuls:

Meditieren Sie das Wort des Aurelius Augustinus: „Groß und viel, groß und viel sind meine Sünden, aber noch viel größer ist; HERR, dein Erbarmen!“ Versuchen Sie sich vorzustellen, wie Gott in seiner Liebe Sie, den Sünder/Sünderin umarmt und alle Sünden zudeckt.

 

Hintergrundinformationen:

v     David war König von Israel und Juda ab etwa 1000 vor Christus.

v     Da David zur Zeit Hesekiels längst tot war, muss hier eine andere Person gemeint sein, die von David abstammt. Aus christlicher Sicht ist das Jesus von Nazareth. Er ist der eine Hirte, und der eine Fürst Gottes, der seinem Volk Israel ewigen Frieden und ewige Sicherheit bringen wird. Dass Israel seit 1948 wieder ein Staat ist, kann zwar als Erfüllung der Weissagung „Sie sollen wieder in ihrem Lande wohnen...“ betrachtet werden. Jedoch passen die Rahmenbedingungen der Weissagungen ansonsten nicht zum heutigen Staat Israel, da dort Jesus Christus, der Hirte und Friedensfürst Gottes für Israel, noch nicht anerkannt ist. Vielmehr ist christliche Missionierung unerwünscht.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin