Andacht zu Lukas 17,1-10

Frei von Schuld (22.Sonntag nach Trinitatis), Tag 5


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Lesung:

Lukas 17,1-10

Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, dass keine Verführungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen! Es wäre besser für ihn, dass man einen Mühlstein an seinen Hals hängte und würfe ihn ins Meer, als dass er einen dieser Kleinen zum Abfall verführt. Hütet euch! Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, vergib ihm. Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigen würde und siebenmal wieder zu dir käme und spräche: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben. Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Stärke uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet so groß wie ein Senfkorn, dann könntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Reiß dich aus und versetze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen. Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn der vom Feld heimkommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; danach sollst du auch essen und trinken? Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war? So auch ihr! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

 

Thema:

Schuld und Sünde sind auch aus unseren Gemeinden nicht wegzuleugnen. Deshalb will Jesus in uns die Bereitschaft zur Vergebung wecken.

 

Auslegung:

Wie sehr sehnen wir uns nach Frieden, Liebe, Einigkeit, Herzlichkeit, Harmonie. Aber immer wieder müssen wir feststellen, dass es das auf dieser Erde nicht gibt. Menschen sind einzigartige Originale. Und wo viele Einzigartige zusammenkommen, sind alle anderen andersartig. Es kommt unvermeidlich immer mal wieder zum Knall. Jesus weiß das und fordert uns hier nicht auf, Streit und Sünde zu ignorieren, wegzuleugnen oder unter den Teppich zu kehren. Wer schweigend einen Bogen um den anderen macht, errichtet Mauern und Blockaden. Jesus geht es darum, dass wir das persönliche Gespräch suchen und einander vergeben. Das ist kein einfacher Weg im persönlichen Gespräch Dinge auszuräumen, Fehler anzusprechen, Entschuldigungen auszusprechen, Entschuldigungen anzunehmen und einander zu vergeben. Das erfordert Selbstüberwindung und Anstrengung. Aber es ist der einzige Weg, der Heilung verspricht und einen Neuanfang ermöglicht.

 

Gebet:

Herr, gib mit den Mut auf den Anderen zuzugehen und anzusprechen, was zwischen uns steht.

Gib mir die Kraft Schuld einzugestehen und um Verzeihung zu bitten.

Gib mir die Liebe dem Anderen zu vergeben und hilf uns einander neu zu begegnen.

 

Impuls:

Mit welchem Menschen sollten Sie etwas bereinigen. Machen Sie noch heute einen Gesprächstermin fest.

 

Hintergrundinformationen:

v     Denken Sie über folgende Aussage nach: „In der Beichte geschieht der Durchbruch zu neuem Leben. Wo Sünde gehasst, bekannt und vergeben ist, dort ist der Bruch mit der Vergangenheit vollzogen. Von nun an erficht der Christ Sieg um Sieg.“ (Bonhoeffer)

 

Autor dieser Andacht: Martina Walter