Andacht zu Kolosser 2,1-7
Menschenkind - Gotteskind  (1. Sonntag nach Epiphanias), Tag 5


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Lesung:

Kolosser 2,1-7

Ich will euch nämlich wissen lassen, welchen Kampf ich um euch führe und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Ich sage das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden. Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe. Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar.

 

Thema:

In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Das ist das Geheimnis Gottes.

 

Auslegung:

„Ich habe einen geheimen Schatz“, sagt ein Kind zum anderen. „Komm mit, ich zeige ihn dir!“ Die Kinder schleichen tuschelnd in den Keller.

Paulus möchte der Welt einen geheimen Schatz zeigen. Er spricht vom „Geheimnis Gottes“. Nicht in den Keller führt er uns, sondern zu Christus. Christus ist die geheime Schatzkammer. Alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis liegen hier verborgen.

Der Apostel richtet sich an eine christliche Gemeinde. Müsste sie das Geheimnis Gottes nicht längst kennen? Oder war sie drauf und dran, es wieder zu vergessen? Offensichtlich gab es einige Leute, die mit „verführerischen Reden“, wie der Apostel es nennt, die Gemeinde in Kolossä in eine andere Richtung lenken wollten.

Auch unsere Gemeinden heute sind oft hin- und hergerissen:

Auf der einen Seite hören sie das Evangelium. Sie hören von der Bedeutung Jesu. Um es am Evangelium dieser Woche zu veranschaulichen, sie hören, wie die Stimme Gottes vom Himmel sagt: „Dieser Jesus ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“

Andererseits hören sie Verächtliches von Jesus: „Jesus war nichts als ein Mensch wie jeder andere auch, ein Zimmermann aus Nazareth. Wollt ihr euch wirklich an diesem Jesus festbeißen? Es gibt so viele andere wichtige Menschen in der Weltgeschichte! Und das mit dem Kreuz, mit der Sünde, mit der Auferstehung, mit der Jungfrauengeburt: das versteht heute doch sowieso keiner mehr!“

Paulus rät: Baut euer Leben auf Christus, den Schatz Gottes! Bleibt fest verwurzelt und gegründet in ihm!

 

Gebet:

Meins Herzens Kron’, mein Freudensonn’ sollst du, Herr Jesu, bleiben;

lass mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben;

bleib du mein Preis, dein Wort mich speis,

bleib du mein Ehr’, dein Wort mich lehr,

an dich stets fest zu glauben.

 

Impuls:

Denken Sie nach, ob Sie in letzter Zeit Aussagen gehört haben, die die Bedeutung von Jesus Christus herunterspielen wollten. Prägen Sie sich als Gegengewicht den Satz ein: „In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“

 

Hintergrundinformationen:

v     Paulus selbst kannte die Gemeinde in Kolossä nicht persönlich, machte sich aber Sorgen um sie, weil dort Irrlehren verbreitet wurden. Deshalb schrieb er an sie aus der Gefangenschaft einen Brief, in dem er an das Fundament des christlichen Glaubens, nämlich an Jesus Christus, erinnert. Einige Forscher behaupten, der Brief stamme nicht von Paulus selbst.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin