Andacht zu Philipper 4, 4-7
Eine einzigartige Frau (4.Advent), Tag 4


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Lesung:

Philipper 4, 4-7

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kundsein allen Menschen! Der Herr ist nahe! Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.

 

Thema:

Was heißt „Der Herr ist nahe“?

 

Auslegung:

Je näher Weihnachten rückt, um so chaotischer wird die Sache: In der Schule wurden die letzten Schulaufgaben geschrieben, die Hausfrauen müssen strategisch die Feiertags-Versorgung planen, trotz aller Planung fehlen garantiert noch zwei Geschenke und für die Einsamen wächst täglich die Beklemmung.

Und jetzt so ein anderer Ton: Nicht von Chaos und Hektik ist die Rede, sondern von Freude und noch mal Freude. Warum? Weil es jemand doch zur Weihnachts-Idylle geschafft hat? Nein, sondern weil eben nicht „Weihnachten“ nahe ist, sondern „der Herr“. Grund unserer Freude ist eben nicht ein rundum gelungenes Weihnachtsfest, sondern Gott, der uns nahe kommt.

Aber was heißt das denn?

1. Seit dem ersten Weihnachten ist die unüberwindliche Kluft zwischen Schöpfer und Geschöpf überwunden. Der Schöpfer steckt in unserer Haut! Er spricht unsere Sprache. Und er fühlt unseren Schmerz. Mehr noch: Er lädt unseren Schmerz und unsere Schuld auf sich, damit wir nicht darunter zerbrechen. So nahe kommt er!

2. Er ist in Rufweite. „Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen“, heißt es im Psalm 145, immer zum Gespräch bereit. So nahe ist er!

3. Gerade die Kaputten sind ihm ein Anliegen, egal ob von Stress oder Einsamkeit oder quälender Schuld. „Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind“, schreibt David im Psalm 34. Das hat er selber erlebt, als er ganz am Ende war.

Gegen Chaos und Hetze, gegen Angst vor Einsamkeit und Enttäuschung setzen wir heute: Der Herr ist nahe, in alledem.

 

Gebet:

Lieber Vater, danke, dass du uns Menschen in Jesus so nahe gekommen bist. Ich bitte dich heute ganz besonders für alle, die von Weihnachten schon gar nichts mehr erwarten. Schenke ihnen eine Ahnung von dir, dass sie dich und deine Freude suchen. Und schenke mir, dass ich deine Nähe spüre. Amen.

 

Impuls:

Füllen Sie heute eine ungeliebte Arbeit (Zähneputzen, abspülen, Strohsterne basteln ...) ganz bewusst mit dem Gedanken „Der Herr ist nahe. Mir ist er jetzt nahe.“

 

Ergebnis:

Die eigentliche Freude an Weihnachten ist das: Der Herr kommt mir nahe.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Der Philipperbrief, der sogenannte „Freudenbrief“ des Paulus, ist im Gefängnis (wahrscheinlich in Rom) entstanden. Dass soviel Freude aus ihm strahlt, hat mit der Verbundenheit des Paulus mit Jesus, aber auch mit seiner Liebe zur Adressatengemeinde und mit den guten Nachrichten von dort zu tun.

v     „Sorgt euch um nichts“ – diese Aufforderung knüpft an ein Gleichnis von Jesus an, wo er von der großen Fürsorge Gottes spricht (Sehet die Spatzen ..., vgl. Matthäus 6,25-33). Paulus zieht hier eine Konsequenz: „Lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden“ – bei so festem Vertrauen kann der Bitte gleich der Dank beigefügt werden.

 

Autor dieser Andacht: Elisabeth Küfeldt