Andacht zu Matthäus 7,1-5
Frei von Schuld (22. Sonntag nach Trinitatis), Tag 4


Warning: Use of undefined constant HTTP_REFERER - assumed 'HTTP_REFERER' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /homepages/25/d208274932/htdocs/GuF/_data/_modules/Kurzandacht/T4_22_n_Trinitatis.php on line 229
Andachten auswählen

 

 

Lesung:

Matthäus 7,1-5

Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen?, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst.

 

Thema:

Jesus warnt davor andere zu verurteilen und zu richten und dabei die eigenen Fehler aus den Augen zu verlieren.

 

Auslegung:

Gesunde Augen und ein klarer, offener Blick sind wertvolle Geschenke. Doch haben Sie es auch schon mal bei sich selbst festgestellt, wie oft sich ein leichter Schielfehler bei uns einschleichen will. Da schielen wir auf den anderen Menschen und entdecken nur allzu schnell die schwarzen Flecken auf der weißen Weste des anderen und haben einen guten Grund missbilligend den Kopf zu schütteln. Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist es doch auch befriedigend, andere herabzusetzen und zu be-urteilen. Stehe ich selbst neben einem sündigen Menschen nicht noch viel besser und strahlender da?

Jesus kennt diese Kritiksucht und Überheblichkeit in uns und warnt davor. Er lenkt unseren Blick auf uns selbst und auf die Dinge, die in unserem Leben in Ordnung gebracht werden müssen. Dabei gibt Jesus uns kein Redeverbot. Wir sollen  weiterhin auf den anderen achten und ihm helfen den störenden Splitter aus dem Auge zu entfernen. Aber Jesus möchte unseren Standort, von dem aus wir den anderen sehen, verändern. Wir stehen nicht über ihm, sondern auf der gleichen Stufe. Wir sind nicht besser, sondern wir alle leben von der unverdienten Gnade Gottes.

 

Gebet:

Herr, bewahre mich vor der Kritiksucht. Lass mich nicht andere richten und dabei meine eigenen Fehler übersehen. Halte du mir den Spiegel vor und überprüfe meine Motive und meine Maßstäbe. Hilf, dass deine Barmherzigkeit mich barmherzig macht mit anderen. Danke für deine aufrichtende Liebe zu mir.

 

Impuls:

Schauen Sie immer, wenn Sie heute an einem Spiegel vorbeikommen hinein und sagen zu sich selbst: „Sündiger von Gott begnadigter und geliebter Mensch

 

Ergebnis:

Wer selbst erlebt hat, dass Jesus Schuld vergibt und von Gottes Gnade und Barmherzigkeit lebt, kann anderen vorurteilsfrei begegnen und sie nicht richten, sondern mit liebevoller Zurechtweisung aufrichten.

 

Autor dieser Andacht: Martina Walter