Andacht zu Römer 6,18–23

Ist mit dem Tod alles aus? (16. Sonntag nach Trinitatis), Tag 4


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Lesung:

Römer 6,18–23

Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit. Ich muss menschlich davon reden um der Schwachheit eures Fleisches willen: Wie ihr eure Glieder hingegeben hattet an den Dienst der Unreinheit und Ungerechtigkeit zu immer neuer Ungerechtigkeit, so gebt nun eure Glieder hin an den Dienst der Gerechtigkeit, dass sie heilig werden. Denn als ihr Knechte der Sünde wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun damals für Frucht? Solche, deren ihr euch jetzt schämt; denn das Ende derselben ist der Tod. Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden seid, habt ihr darin eure Frucht, dass ihr heilig werdet; das Ende aber ist das ewige Leben. Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.

 

 

Thema:

Ein Leben, das im Gehorsam gegenüber Gott geführt wird, führt zum ewigen Leben!

 

Auslegung:

Paulus bringt es auf den Punkt: Ein Leben ohne Gott hat den Tod zur Folge, ein Leben mit Gott führt uns ins ewige Leben. Deutliche Worte, die wir nicht gerne hören, weil sie uns den Ernst der Lage vor Augen führen. Die Menschen in Rom, an die Paulus schreibt, haben sich bereits entschieden. Sie haben das Leben in Sünde hinter sich gelassen und sich zu einem Leben mit Gott entschlossen. Damit steht ihr Leben unter einem neuen Vorzeichen. Das ist die Gabe des ewigen Lebens. Dieses ewige Leben ist aber nicht etwas Zukünftiges, sondern verschafft sich hier und heute schon Ausdruck in der Art und Weise, wie ich mein Leben gestalte, meinen Mitmenschen begegne und mit den mir gegebenen Möglichkeiten umgehe. Paulus nennt diesen Prozess Heiligung. Dabei ist der Ausgangspunkt klar. Das ist meine Bekehrung und Hinwendung zu Gott. Und auch das Ziel steht fest, die ewige Gemeinschaft mit Gott. Die Wegstrecke dazwischen ist mein Leben, an dem das neue Vorzeichen und das Ziel erkennbar werden soll. Mich davon in meinen Entscheidungen leiten zu lassen ist meine Verantwortung, dass es gelingt ist die Frucht, die Gott wachsen lässt und die nicht von meinen Leistungen abhängig ist.

 

Gebet

Vater im Himmel, du hast mir die Brücke gebaut heraus aus dem Sumpf der Sünde. Du hast Deinen Sohn gegeben, damit ich an deiner Herrlichkeit teilhaben kann. Ich weiß, verdient habe ich das nicht, deshalb danke ich dir dafür. Andere Menschen sollen an meinem Leben erkennen, wie reich ein Leben mit dir ist und wie deine Gegenwart meine Seele fröhlich macht. Lass deine Herrlichkeit durch mich hindurchscheinen, damit dein Name groß wird in dieser Welt.

 

Impuls:

Klären Sie Ihre Beziehung zu Gott. Suchen Sie dazu gegebenenfalls das Gespräch mit jemandem Ihres Vertrauens, von dem Sie wissen, dass er als Christ lebt.

Notieren Sie drei Dinge, die noch nicht Ihre Beziehung zu Jesus widerspiegeln und bitten Sie ihn, daran etwas zu verändern.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Sünde: Meint in erster Linie nicht einzelne konkrete Verfehlungen als einzelne Taten, sondern das Verfehlen des Zieles, das Gott mit uns Menschen erreichen wollte. Es beschreibt also das gestörte Verhältnis zwischen Gott und Mensch

v     Sold: Lohn

v     Tod: Hier beschreibt Paulus die Folge der Sünde als Gegenstück zum „ewigen Leben“. Dieser „ewige Tod“ ist zu verstehen als immerwährendes Getrenntsein von Gott. Da unsere Seele sich nach der Gemeinschaft mit Gott sehnt, ist dies ein Ort des Leidens, umfassender als Hölle zu bezeichnen.

 

Autor dieser Andacht: Markus Heiß