Andacht zu Jesaja 51,9-16
Herr der Naturgewalten (4.Sonntag nach Epiphanias), Tag 3


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Lesung:

Jesaja 51,9-16

Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen? So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen gefürchtet hast, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die, wie Gras vergehen, und hast des HERRN vergessen, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und hast dich ständig gefürchtet den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, als er sich vornahm, dich zu verderben? Wo ist nun der Grimm des Bedrängers? Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel an Brot habe. Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten - sein Name heißt HERR Zebaoth -; ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk.

 

Thema:

Gott hat die Wassermassen, den Himmel und die Erde in seiner Hand. Er kann aus jeder Not retten.

 

Auslegung:

Wie überlegen ist doch Gott! Wie groß ist seine Macht! Gott legt binnen Sekunden die Meere trocken, wenn er das will.

Etwa 520.000.000.000.000.000 Kubikmeter Wasser fassen die Weltmeere. Angenommen, man könnte ein großes Abflussrohr hinaus in das Universum legen und alle 8 Milliarden Menschen würden beginnen mit 20-Liter-Eimern das Meer leer zu schöpfen. Weiter angenommen, jeder Mensch würde alle 10 Minuten einen Kubikmeter schaffen und 10 Stunden täglich arbeiten, dann bräuchte die ganze Menschheit 2500 Jahre um die Weltmeere trockenzulegen.

Wir könnten weiterrechnen: Gott breitet den Himmel aus. Wie unvorstellbar viele Kubikmeter Atmosphäre sind das? Gott gründet die Erde. Wie viele Tonnen Material birgt unser Globus?

Doch unser Text ist nicht als himmlische Mathematikstunde gedacht, sondern will unsere Perspektive zurechtrücken. Wie man einen kleinen Schulbub, der eine Dummheit gemacht hat, mit vorwurfsvoll-versöhnlichen Fragen zurechtweist: „Warum hast du denn nichts gesagt? Ich hätte dir doch helfen können!“, so fragt uns auch der Jesajatext: „Warum traut ihr denn Gott so wenig zu? Meint ihr, eure Bedränger, die es bitterböse mit euch meinen, hätten euch wirklich in der Hand? Hat nicht Gott alles in der Hand? Hat er nicht die Macht, das Meer leer zu schöpfen? Kann er nicht aus jeder Not erretten

Solche Worte können sehr trösten. Zwar wissen wir, dass Gott viel Leid zulässt, und dass er gerade seine Christen durch viel Leid hindurchschickt. Aber wir können getrost sein: Gott steht drüber. Er hat alles in seiner Hand.

 

Gebet:

Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd’, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd’?

Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen netzt?

Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, du, du musst alles tun, du hältst die Wach’ an unsrer Tür und lässt uns sicher ruh’n.

 

Impuls:

Denken Sie über die Größe unserer Erde und die Größe des Weltalls nach. Wie groß und erhaben muss Gott sein!

 

Hintergrundinformationen:

v     Zur Zeit des Deuterojesaja (etwa 6.Jh.v.Chr.) ging man davon aus, dass die Erde von einem Himmelsgewölbe umspannt war. Dem entspricht die Formulierung, Gott habe „den Himmel ausgebreitet“.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin