Andacht zu Lukas 1,46-55
Eine einzigartige Frau (4.Advent) Tag 3


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Lesung:

Lukas 1,46-55

Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen. Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf, wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Kindern in Ewigkeit.

 

Thema:

Alles eine Frage der Perspektive

 

Auslegung:

Was antworten Sie auf die Frage “Na, wie geht’s?“ -  Beliebt sind vor allem zwei Varianten von Antworten: So ein leicht pessimistisches „Man lebt halt, es muss gehen“ Oder ein völlig unverbindliches „Danke, gut“.

Maria hat hier eine verblüffend andere Art, ihren gegenwärtigen Zustand in Worte zu fassen. Sie hat ja wirklich trübe Aussichten: Zuhause sitzt ein Verlobter, der noch nicht weiß, dass seine Liebste ein Baby von einem anderen kriegt (so muss es ja für ihn aussehen). Die Reaktionen von ihm, der Familie und der Dorfgemeinschaft können reichen von „Ausstoß aus der Familie“ bis tatsächlich zur Steinigung wegen Hurerei.

Auf der anderen Seite ist da die Aussage des Engels „Dein Sohn wird Sohn Gottes genannt werden“ – Was bestimmt da Marias Seelenleben?

Das Lied, das Maria anstimmt, zeigt, worauf sie sich konzentriert: “Meine Seele erhebt den Herrn, denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen“ Sie ist völlig fasziniert von dem, was Gott gerade in ihrem Leben tut, auch wenn das äußerst schmerzhafte Konsequenzen für sie haben kann. Sie ist begeistert, dass Gott sie ansieht, obwohl sie sich für nichts Besonderes hält.

Auf was sehen Sie in Ihrem Leben: auf die großen und kleinen Miseren – oder auf Gott, der auch in Ihrem Leben am Werk ist.

Wäre das nicht eine aufregend neue Einstellung zu Ihrem Leben „Ich bin gespannt, was Gott heute in meinem Leben tut. Und weil er mich „ansieht“, sich um mich bekümmert, „drum geht es mir (trotz allem vielleicht) gut“?

 

Gebet:

Lieber Vater, oft schieben sich meine alltäglichen Probleme in den Vordergrund (nennen Sie hier vielleicht ein konkretes Problem). Danke, dass du in diese Welt gekommen bist, um den Alltag mit uns zu teilen. Danke, dass du auch mich ansiehst. Bitte hilf mir, dein Wirken in meinen Problemen zu erkennen.

 

Impuls:

Fragen Sie heute einen Menschen ernsthaft, wie es ihm geht – mit dem ehrlichen Willen, an ihm Anteil zu nehmen. Mal sehen, was Gott in so einem Gespräch tut ...

 

Ergebnis:

Maria lobt Gott, obwohl die Schwangerschaft große Probleme bringen kann. Auch wir können uns freuen, wenn wir auf Gott und sein Tun sehen.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Die Niedrigkeit seiner Magd  - Maria beansprucht nicht, etwas Besonderes zu sein, frömmer, besser, edler ... als andere Mädchen. Und trotz dieser Demut kann sie dann singen: Von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Wahre Demut hat nichts mit Selbstverachtung zu tun, sondern kann sich an dem freuen, was Gott an Gaben und Begabungen schenkt.

v     Der ganze Lobgesang ist eine Zusammenstellung verschiedener alttestamentlicher Zitate, vor allem aus den Psalmen. Maria muss viel in der Welt der Psalmen gelebt haben, dass die ihr jetzt eine solche Hilfe sind, um ihr übervolles Herz auszudrücken.

 

Autor dieser Andacht: Elisabeth Küfeldt