Andacht zu 1.Korinther 11,23-26
Mehr als ein Abendessen (Gründonnerstag), Tag 2


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Lesung:

1.Korinther 11,23-26

Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich euch weitergegeben habe: Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

 

 

Thema:

Im Heiligen Abendmahl werden die Grundlagen eines guten und glücklichen Lebens veranschaulicht.

 

Auslegung:

Was ist Glück?

  1. Klare Verhältnisse gehören zum Glück. Die Qual der Wahl ist kein Vergnügen. Wir feiern dieses Mahl, weil der Herr es befohlen hat. Und weil der Apostel es überliefert bekam und es darum weitergab. Bevor wir fragen, was es nützt, gehorchen wir seinem Befehl. Bevor wir spekulieren, tun wir, was er will. Er sagt: „Das tut.“

  2. Eindeutigkeit macht glücklich. Jesus redet in klaren Aussagesätzen. „Das IST mein Leib. Das IST mein Blut Wir müssen Gott nicht herunterzwingen mit unserem Glauben. Wir können auch nicht bis ins Letzte erklären, wie es geschieht. – „Wie soll das zugehen?“, fragt einst Maria, als der Engel sie besucht und ihr sagt, sie sei die von Gott erwählte Mutter des Gottessohnes.  –  Übrigens: Jeder Aussagesatz, der uns wirklich angeht, ist ein Geheimnis. Wer kann schon einen Satz wie „Ich liebe dich“ erklären. Aber er macht glücklich.

  3. Zuwendung vertieft das Glück. Die Worte „Für euch gegeben – Für euch vergossen“ sind Zeichen innigster Zuwendung. Sie sind  mehr als gute Gedanken, mehr als Händedruck und Zärtlichkeit. Jesus wendet sich uns zu - durch Worte – durch die Tischgemeinschaft –  durch sein Lebensopfer – „Ich selber ganz für euch.“

  4. Gemeinschaft festigt das Glück. Nicht „Für dich“ sagt er. Mit dem „Für euch“  macht er uns zur Familie Gottes. Wir gehören zusammen, auch wenn wir nicht zusammen passen. Er ist Bruder, Freund, Herr. Er verbindet uns.

  5. Hoffnung gegen die Angst belebt das Glück. Wenn wir Christi Leib und Blut in Brot und Wein schmecken, erinnern wir uns an die Angst Christi. „Kraft deiner Angst und Pein“ meistern wir auch Krisenzeiten. Und, wichtiger: Das Gedächtnis Christi  meint nicht, dass wir unsere Phantasie anstrengen müssen. GOTT sieht vor sich, was sein Sohn für uns tat. Er gedenkt. Sein Gedächtnis entscheidet unser ewiges Heil.

  6. Sinn meint Zusammenhang und schützt das Glück. „So oft ihr dieses Brot esst und vom Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ Wir leben im Sinnzusammenhang der langen Gottesgeschichte. Geschichtlich denken bewahrt vor Sinnlosigkeit.

  7. Freude trägt das Glück. Der Name des Heiligen Abendmahls heißt seit der Zeit der alten Kirche auch „Eucharistie“: Das ganze Fest ist angelegt als großes Dankgebet. In der Atmosphäre des Dankes gedeiht die Freude. Sie macht glücklich.

 

 

Gebet:

Herr Jesus Christus, wir beten dich an und danken dir.

Du bist  unter uns in den Gaben der Natur. Wir danken dir.

Du bist unter uns und schenkst uns Vergebung. Wir danken dir.

Du bist unter uns und festigst unsere Gemeinschaft miteinander. Wir danken dir.

Du bist unter uns und machst uns stark für den langen Weg und kräftigst uns mit Hoffnung. Wir danken dir.

 

Impuls:

Bedenken Sie, wie Jesus sich uns schenkt – geheimnisvoll verborgen und zugleich erlebbar offenbar.

Sie essen einen Bissen Brot. Erinnern Sie sich: ER ist das Brot des Lebens. Sie trinken einen Schluck Wein oder sonst ein gutes Getränk. Erinnern Sie sich: In seiner Gemeinde beginnt das Fest des Himmels. „Wie aus den Körnern das Brot, aus den Trauben der Wein geworden ist, so mache aus uns eine Gemeinde, ein Zeichen des Friedens für diese Welt.“

 

Hintergrundinformationen:

v     Die Feier des Heiligen Abendmahls – welch ein Glück für den einzelnen Christen und das Leben der christlichen Gemeinde. Wir feiern Christi Gegenwart. Wir hören, wir sehen und schmecken. Wir erleben Gemeinschaft, die aus dem Himmel stammt.
Die Feier des Heiligen Abendmahls – welch eine Katastrophe. Durch alle Zeiten gab es Streit über den schönsten und geheimnisvollsten Teil des Gottesdienstes. Wegen der unterschiedlichen Deutungen entzweiten sich Kirchen und Gemeinschaften, verurteilten sich und schlossen sich gegenseitig  aus.
Was ist zu tun? Genau auf die Worte des Ursprungs achten.

 

Autor dieser Andacht: Georg Güntsch