Andacht zu Lukas 12,35-40
Unsere Zeit in Gottes Hand (Altjahrsabend), Tag 2


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Lesung:

Lukas 12,35-40

Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet's so: selig sind sie. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.

 

Thema:

Wir sollen jederzeit bereit sein, dem Herrn Jesus Christus zu begegnen.

 

Auslegung:

Stellen Sie sich vor, Sie werden zu einer Silvesterparty eingeladen. Freundlich empfängt man Sie und gibt Ihnen folgende Anweisung für das Essen: Bitte Mantel, Mütze und Schal anlassen! Stiefel nicht ausziehen! Regenschirm und Handtasche griffbereit halten! Staunend fragen Sie zurück: Aber warum denn? Die Antwort: Es kann sein, dass wir ganz schnell weg müssen! - Das leuchtet ein.

Ähnliches wird im heutigen Bibelabschnitt gesagt: „Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen...“ Seid jederzeit bereit! Plötzlich und unerwartet kann der Augenblick kommen, an dem ihr dem Herrn Jesus Christus begegnen werdet. Plötzlich und unerwartet wie ein Dieb in der Nacht. Macht es euch nicht zu gemütlich in dieser Welt! Verlasst euch nicht darauf, dass ihr unbegrenzt hier sein werdet. Sondern: Seid jederzeit auf dem Sprung! Es kann sein, dass ihr ganz schnell weg müsst!

Wenn es soweit ist, dann muss das Licht des Glaubens brennen. Der Gürtel der Gnade und der Vergebung Gottes muss uns umschließen, sonst sind wir verloren.

 

Gebet:

Lieber Herr und Gott,

wecke uns auf, dass wir bereit sind, wenn dein Sohn kommt, ihn mit Freuden zu empfangen und ihm mit reinem Herzen zu dienen.

 

Impuls:

Schlafen Sie in nächster Zeit ab und zu nicht in Ihrem Bett, sondern auf einem Sofa mit einer Wolldecke; lassen Sie teilweise Ihre Alltagskleider an.

Nehmen Sie diese Erfahrung als Gleichnis für Ihr Leben. Überlegen Sie, ob Sie bereit sind, zu sterben und Christus zu begegnen.

 

Hintergrundinformationen:

v     Die Anweisung, die Lenden umgürtet und die Schuhe geschnürt zu lassen spielte bereits in der Passanacht eine Rolle, vgl. 2.Mose 12,11.

v     Die Schürze ist die Arbeitskleidung eines Dieners. Jesus, der Herr, wird demjenigen dienen, der bereit ist, ihn zu empfangen.

v     Menschensohn nennt sich Jesus sehr oft selbst. Dieser Titel hat vom AT her eine besondere Bedeutung. In Daniel 7,13 sieht der Prophet in einer Vision einen, der mit den Wolken kommt, wie eines Menschen Sohn, und dem Gott ewige Macht und Ehre gibt. Jesus deutet durch das Wort Menschensohn auf seine eigene, noch verborgene Hoheit hin.

v     Die zweite Nachtwache ist nach römischer Zählung die Zeit von etwa 21:00 bis 0:00 Uhr, die dritte Nachtwache etwa die Zeit von 0:00 bis 3:00 Uhr. Die genaue Festlegung der Zeitabschnitte war vom Untergang und Aufgang der Sonne abhängig.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin