Andacht zu Apostelgeschichte 17,22-28a
Ausländer willkommen (3. Sonntag nach Epiphanias), Tag 2


Warning: Use of undefined constant HTTP_REFERER - assumed 'HTTP_REFERER' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /homepages/25/d208274932/htdocs/GuF/_data/_modules/Kurzandacht/T2_3_n_Epiph.php on line 205
Andachten auswählen

 

 

Lesung:

Apostelgeschichte 17,22-28a

Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir.

 

Thema:

Das Evangelium in Athen

 

Auslegung:

Athen. Geburtsstätte der Demokratie. Interessierte Menschen. Heimat der großen griechischen Philosophen. Hohe Bildung. Lebhafter Handel. Großstädtische Weltoffenheit und zugleich Lasterhaftigkeit. Viele Götter, viele Tempel, viele Statuen.

Der Apostel Paulus taucht in einen neuen Kulturkreis ein.  Wie geht er vor? – Er presst den Athenern nicht die strengen Regeln seiner eigenen jüdischen Religion auf. Sondern er achtet auf Land und Leute mit ihrer Kultur, mit ihrer Religion.  Eine liebenswerte Stadt.

Paulus kommt nicht nur als Tourist, sondern auch als Apostel. Er sieht: Das Evangelium fehlt diesen lieben Leuten. Keiner weiß etwas von Jesus, dem einzigen Retter, den Gott den Menschen gegeben hat. Keiner hat die Chance, an ihn zu glauben und dadurch selig zu werden.

Der Apostel sucht nach Nischen für seine Botschaft. Und er findet sie. Zuerst: Die Athener haben die Lückenhaftigkeit ihres Götterglaubens erkannt. Zur Sicherheit haben sie einen Altar „dem unbekannten Gott“ geweiht. Dies wertet Paulus als Offenheit und knüpft positiv daran an. Ich kenne den euch noch unbekannten Gott.

Des weiteren: Die Athener sind neugierig. Sie können zuhören. Der Areopag als Marktplatz von Informationen und Meinungen steht gerade Fremden in der Stadt offen. Paulus nutzt diese Chance. Er predigt. Vom Schöpfer kommt er auf Christus. Wo es um den Kern des Evangeliums geht, riskiert er Ablehnung. Ein Auferstandener, das finden die Meisten verrückt. Nur wenige werden gläubig. Dennoch ein Anfang.

 

Gebet:

Herr Jesus, gib uns deine Liebe ins Herz, dass wir auf das völlig andere Denken anderer Menschen eingehen, und ihnen nicht unsere eigene Denkweise überstülpen. Lass uns liebevoll, phantasievoll und interessiert auf ihre Lebensweise achten, und eröffne uns Gelegenheiten, die frohe Botschaft ins Gespräch zu bringen.

 

Impuls:

Wie liebevoll gehen wir auf das Denken und die Kultur anderer – nichtchristlicher - Menschen ein?

Wie phantasievoll entdecken wir Nischen in der Welt anderer?

Wie kompromisslos sind wir, wenn es um die Hauptsache geht: Das Bekenntnis zum gekreuzigten und auferstandenen Retter?

 

Hintergrundinformationen:

v     Auf die Auferstehung von Jesus kommt Paulus im weiteren Verlauf von Apostelgeschichte 17 zu sprechen.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin