Andacht zu Römer 12,1-3
Menschenkind - Gotteskind  (1. Sonntag nach Epiphanias), Tag 2


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Lesung:

Römer 12,1-3

Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern dass er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat.

 

Thema:

Das ganze Leben als Opfer für Gott

 

Auslegung:

Ein Becher Wein, Getreide, eine Taube, ein Schaf, oder etwas anderes... Den Gottheiten Opfergaben darzubringen, war in der antiken Welt ein weit verbreiteter Brauch. Man wollte dadurch die Gunst des jeweiligen Gottes gewinnen, seinen Zorn abwenden und sich persönliches Wohlergehen sichern. Ein relativ einfacher Weg.

Viel schwieriger ist das Opfer, das in unserem Bibelabschnitt allen Christen empfohlen wird: Meine ganze Person soll Gott gehören. Mein ganzes Leben soll ihm geweiht sein, besonders auch mein Körper. Gott ist nicht für halbe Sachen: Den ganzen Menschen tauchte Johannes der Täufer im Jordan unter: Gott will dich ganz. Von ganzem Herzen, von ganzer Seele, und von ganzem Gemüt sollst du Gott lieben, sagt Jesus. So sieht christlicher Opferkult aus. Das ist Gottesdienst.

Die antiken Opferriten und die christliche Lebenshingabe stehen zueinander wie zwei ärztliche Therapieformen: Form 1: Der Arzt schreibt ein Rezept. Der Patient schluckt das Medikament. Basta. Form 2: Der Arzt erklärt dem Patienten, dass er seine ganze Lebensweise radikal umstellen muss, wenn er gesund werden will.

Als Christen gehören wir ganz zu Jesus. Wir sind in ihm neue Menschen geworden: Gottes Kinder. Deshalb sollen wir nicht einfach nachmachen, was alle machen. Sondern wir sollen uns nach dem richten, was Gott will.

Grund zum Resignieren? - Nein! Sondern eine riesige Entwicklungschance. Durch Gottes Geist können wir uns verändern. Wir können besser werden. Gott macht keine halben Sachen.

 

Gebet:

Herr Jesus Christus, ich möchte dir dienen und dich lieben mit meiner ganzen Person. Mein ganzes Leben soll dir gehören. Lass deinen guten Geist kräftig in mir wirken. Verändere mich und lass mich ganz dein sein.

 

Impuls:

Der Text sagt: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich!“ Als Christen dürfen wir den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen. Wir müssen etwas nicht deshalb machen, weil alle es machen.

Überlegen Sie wo der Strom der Welt Sie mitreißen will zu einer Handlungsweise, die gar nicht Ihrem christlichen Glauben entspricht. Überlegen Sie sich eine Strategie, wie Sie widerstehen können.

 

Hintergrundinformationen:

v     Paulus schrieb diesen Brief an die Gemeinde in Rom, der damaligen Weltmetropole. Dort lockten neben den bekannten Lastern des großstädtischen Lebens verschiedene religiöse Kulte, die dem Christusglauben widersprechen. Auch wurde der christliche Glaube von den Römern für hinterweltlerisch erklärt und teilweise blutig verfolgt. Die Aufforderung des Paulus: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich!“ ist von dieser Situation her zu verstehen.

 

Autor dieser Andacht: Robert Augustin