Andacht zu Jesaja 60,1-6
Licht strahlt in die Finsternis (Epiphanias), Tag 1


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Lesung:

Jesaja 60,1-6

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen.

 

Thema:

Gott ruft uns aus der Dunkelheit zu Jesus, dem Licht der Welt.

 

Auslegung:

Bei stockdunkler Nacht, ohne jede Beleuchtung kommt man kaum vom Fleck. Ständig stößt man an; orientierungslos irrt man umher. So geht es im übertragenem Sinne vielen Menschen. „Finsternis bedeckt das Erdreich“, sagt Jesaja.

Wen wundert es da, dass es viele aus allen Völkern zu dem hellen Licht zieht, das Gott an einem Punkt der Geschichte aufleuchten lässt.

„Auf zum Licht!“, so ruft der Text auch uns zu. Gott zeigt uns den Weg zum Licht. Unsere tiefsitzende Sehnsucht wird gestillt werden, wenn wir dorthin gehen, wohin er uns führt: zu Jesus.

Im Jesajatext bringen die Menschen als Zeichen der Freude Gold und Weihrauch, die Weisen aus dem Morgenland, die zu Jesus kommen, bringen auch noch Myrrhe mit. 

Drei Gaben, die uns symbolisch zeigen, was wir Jesus bringen können, wenn wir ihn endlich gefunden haben:

Gold steht für unser Geld und den Besitz. Kennen Sie den Segen, der auf dem „Zehnten“ liegt? Gott lässt sich nichts schenken, ohne etwas viel besseres zurückzugeben.

Weihrauch steht für unsere Anbetung; die Zeit, die wir Gott täglich schenken  im Gebet, Lobpreis oder in der Stille.

Myrrhe ist ein bitteres Harz. Möglicherweise ein Symbol für das, was wir um Jesu willen auf uns nehmen an Schwierigkeiten, Opfern, Verspottung, Freizeitverlust u.ä. 

Deshalb: Machen Sie sich auf, werden Sie (hell)licht und Sie werden erleben, dass die Herrlichkeit unseres Herrn über Ihnen aufgehen wird. Sie werden merken, wie Ihre Lust wächst und Sie vor Freude strahlen werden.

 

Gebet:

Herr gib mir Kraft, aus meinem täglichen Trott aufzustehen, um neue Wege zu suchen. Zeig auch mir die Richtung, die ins Licht führt. Gib mir Mut, mein Leben dir neu anzuvertrauen, und nimm auch von mir Gold, Weihrauch und Myrrhe. Amen.

 

Impuls:

Nehmen Sie sich doch mal einen ganzen Tag der Stille. Überdenken Sie Ihr Leben. Lassen Sie sich mit Gott auf ein Gespräch ein und sagen Sie ihm alles offen und ehrlich. Bringen Sie das, was im Dunkeln versteckt ist in sein heilendes Licht.  Überlegen Sie vorher, was Sie ihm vielleicht mitbringen wollen von dem, was Sie ihm schenken können.

 

 

Hintergrundinformationen:

v     Der Begriff Herrlichkeit (hebräisch: kabod) des HERRN bezeichnet die besondere, glanzvolle Anwesenheit Gottes in seiner ganzen Würde.

v     Aus dem Zusammenhang ergibt sich, dass Gott in unserem Text zu Israel (genauer: Zion und Jakob) spricht. Dort werde das helle Licht Gottes aufstrahlen. Aus christlicher Sicht hat sich diese Weissagung in dem Israeliten Jesus von Nazareth erfüllt, der das Licht der Welt ist.

 

Autor dieser Andacht: Christa Roth